Shopify mehrere Shops: zweiter Shop oder Märkte im ersten?

Mehrere Shops kannst du bei Shopify haben und über den Shop-Wechsler im Admin zwischen ihnen springen. Bevor du einen zweiten Shop eröffnest, prüfe aber, ob Märkte in deinem bestehenden Shop reichen: Mit ihnen verkaufst du in andere Länder mit eigener Sprache, Währung, Domain oder eigenem Sortiment, ohne Produkte und Bestand doppelt zu pflegen. Ein zweiter Shop lohnt sich, wenn sich Marke, Sortiment oder Abläufe so stark unterscheiden, dass ein gemeinsamer Katalog mehr stört als hilft.
Was Märkte in einem Shop können
Laut Shopifys Übersicht über Markets-Funktionen und -Konzepte (Stand 23. Oktober 2026) besteht ein Markt aus Bedingungen (wer gehört dazu) und Anpassungen (was diese Kund:innen sehen).
| Du willst … | Mit Märkten im selben Shop |
|---|---|
| in Österreich und der Schweiz verkaufen | Länder-Märkte und lokale Währungen; Versandtarife pro Versandzone |
| eine Seite auf Französisch | Sprache und Unterordner wie /fr/ pro Markt |
| andere Preise oder ein kleineres Sortiment im Ausland | Kataloge pro Markt |
| Großhandelskund:innen eigene Preise geben | B2B-Märkte |
| Filialen mit anderem Sortiment | Retail-Märkte (Kataloge dafür mit POS Pro oder im Plus-Tarif) |
| auf Marktplätzen andere Preise | Kanal-Märkte |
Alle Märkte teilen sich Produkte, Bestand, Bestellungen und Kundschaft. Ein Preis, den du änderst, ist überall geändert, außer ein Katalog legt für einen Markt etwas anderes fest. Wie du den Versand für neue Länder einrichtest, steht in unserem Beitrag zum Versand ins Ausland.
Wann ein zweiter Shop passt
- Eine zweite Marke mit eigenem Namen, eigenem Design und eigener Zielgruppe, etwa Outdoor-Ausrüstung neben Babykleidung.
- Ein Sortiment, das mit dem ersten kaum etwas teilt, sodass Filter, Menüs und Kollektionen sich gegenseitig im Weg stünden.
- Getrennte Abläufe, etwa ein Mitarbeitershop oder ein Shop nur für Mitglieder.
- Getrennte Firmen, wenn verschiedene Gesellschaften verkaufen.
Für einen zweiten Shop rechnest du in der Regel mit eigenem Tarif, eigenen App-Abos und einer eigenen Theme-Lizenz, denn ein gekauftes Theme ist laut Shopify an einen Shop gebunden. Produkte, Bestand und Kundschaft pflegst du getrennt, oder du verbindest die Shops über eine App oder ein Warenwirtschaftssystem.
Erweiterungs-Shops im Plus-Tarif
Im Plus-Tarif heißen zusätzliche Shops Erweiterungs-Shops. Sie müssen laut Shopify zur Hauptmarke gehören: gleicher Shopname und Markenauftritt, gleiche Art von Waren. Für eine zweite Marke brauchst du eine Multi-Brand-Vereinbarung mit einem eigenen Plus-Abo pro Marke. Laut der Hilfeseite Überblick über Erweiterungs-Shops gehören bis zu zehn Shops ohne Aufpreis zum Vertrag: ein Haupt-Shop und neun Erweiterungs-Shops; Staging-Shops zählen nicht mit. Nutzer:innen und Abrechnung verwaltest du zentral in der Organisation.
Jeder Erweiterungs-Shop arbeitet trotzdem völlig unabhängig. Einstellungen, Produkte, Kollektionen und Bestand werden nicht abgeglichen; Apps werden pro Shop abgerechnet, und jedes Theme braucht pro Shop eine eigene Lizenz. Shopify nennt als typische Anlässe die internationale Expansion, eine neue Produktlinie, einen B2B-Shop, einen Mitarbeiter- oder VIP-Shop und reine Ladengeschäfte.
SEO: Unterordner oder zweite Domain
Laut Shopifys Hilfe Internationale SEO für Märkte:
- Unterordner wie
deinshop.de/fr/teilen die Autorität der Hauptdomain. Shopify empfiehlt sie für die meisten Shops, sie sind am einfachsten einzurichten, und die hreflang-Tags zwischen den Sprachversionen setzt Shopify automatisch. - Subdomains wie
fr.deinshop.debauen eigene Autorität auf und starten mit weniger. - Eigene Top-Level-Domains wie
deinshop.frgeben das stärkste lokale Signal, machen aber am meisten Arbeit.
Ein zweiter Shop für dasselbe Sortiment auf einer neuen Domain baut seine Sichtbarkeit erst auf, und mit sehr ähnlichen Texten konkurrieren beide Shops um dieselben Suchanfragen. Ein Markt mit Unterordner im bestehenden Shop nutzt die Autorität deiner Domain. Für eine zweite Marke mit eigenem Sortiment passt die eigene Domain, weil es keine gemeinsame Autorität zu teilen gibt. Weitere Anleitungen findest du im Bereich Shopify SEO.
Mehrere Shops im Alltag
Zwischen deinen Shops wechselst du über den Shop-Wechsler oben im Admin; im neu gestalteten Admin sitzt er in der Seitenleiste. Organisationen, die mehrere Shops bündeln, gibt es laut Shopifys Konto-Hilfe nicht nur im Plus-Tarif. Lege für jeden Shop fest, wer welche Rechte hat, und dokumentiere, welche Apps wo laufen, damit du keine doppelt bezahlst.
Häufige Fragen
Kann man bei Shopify mehrere Shops haben? Du kannst mehrere Shops betreiben und im Admin über den Shop-Wechsler zwischen ihnen wechseln. Im Plus-Tarif gehören bis zu zehn Shops zum Vertrag, ein Haupt-Shop und neun Erweiterungs-Shops.
Was kostet ein zweiter Shopify-Shop? Plane für einen zweiten Shop einen eigenen Tarif, eigene App-Abos und eine eigene Theme-Lizenz ein. Im Plus-Tarif sind bis zu neun Erweiterungs-Shops ohne Aufpreis im Vertrag, wenn sie zur Hauptmarke gehören; für eine zweite Marke braucht es eine eigene Vereinbarung. Apps und Themes werden auch dort pro Shop abgerechnet.
Brauche ich für Österreich einen eigenen Shop? Für denselben Shop in einem anderen Land reicht ein Markt im bestehenden Shop, mit eigener Währung und bei Bedarf eigenem Unterordner oder eigener Domain; die Versandtarife legst du in einer Versandzone fest. Ein eigener Shop lohnt sich erst, wenn sich Marke oder Sortiment deutlich unterscheiden.