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Preisoptimierung bei Shopify: Kosten, Marge, Preis testen

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Preisoptimierung bei Shopify beginnt mit Daten, die du schon im Adminbereich hast: Erfasse für jede Variante die Kosten pro Artikel, lies in den Berichten der Kategorie Gewinnmarge, welche Produkte wirklich Geld verdienen, und ändere dann gezielt die Preise der Produkte mit zu wenig Marge. Für Verkäufe in der EU nennt Shopify zwei Punkte: Bei einer angekündigten Preissenkung gilt der niedrigste Preis der letzten 30 Tage als Vergleichspreis, und in manchen Regionen ist ein Grundpreis Pflicht; ob das für dich gilt, prüfst du selbst.

Alles zu Shopify in diesem Artikel stammt aus dem Shopify-Hilfe-Center (Gewinnberichte, Preisangaben, Preisrundung), gelesen am 23. Oktober 2026. Welche Preisstrategie grundsätzlich zu deinem Shop passt (Aufschlag, Wert, Wettbewerb), behandeln wir getrennt in Preisstrategien für Shopify; hier geht es darum, bestehende Preise mit Zahlen zu verbessern.

Schritt 1: Kosten pro Artikel erfassen

Ohne Kosten kann Shopify keinen Gewinn berechnen. Die Gewinnberichte zählen nur Produkte und Varianten, für die beim Verkauf schon Kosten hinterlegt waren; ältere Bestellungen ohne Kosten fehlen darin.

  1. Gehe zu Produkte und öffne ein Produkt.
  2. Klicke im Abschnitt Preis auf Kosten pro Artikel.
  3. Trag den Betrag ins Feld Kosten ein und klicke auf Speichern.

Hat das Produkt Varianten, musst du die Kosten für jede Variante einzeln eintragen. Als Kosten gilt laut Shopify, was du dem Hersteller zahlst, ohne Steuern, Versand und andere Kosten, oder bei eigener Herstellung deine Arbeits- und Materialkosten. Versand, Zahlungsgebühren und Werbung sind also nicht enthalten. Rechne sie dazu, wenn du entscheidest, welche Marge du brauchst.

Schritt 2: Marge im Bericht lesen

  1. Gehe zu Statistiken > Berichte.
  2. Klicke auf den Filter Kategorie und wähle Gewinnmarge.
  3. Öffne einen der Berichte.
Bericht Was du daraus liest
Bruttogewinn nach Produkt Welche Produkte den meisten Gewinn bringen und welche kaum etwas
Bruttogewinn nach Produktvariante Ob eine Größe oder Farbe die Marge des Produkts drückt
Gewinnmarge nach Bestellung Ob Rabatte einzelne Bestellungen unrentabel machen
Durchschnittliche Gewinnmarge nach Markt Ob dein Preis in der Schweiz nach der Umrechnung noch passt und ob Versand die Marge in Österreich drückt

Shopify berechnet die Bruttomarge als (Nettoumsatz − Kosten) ÷ Nettoumsatz. Bei 50 € Nettoumsatz und 30 € Kosten sind das 40 %. Sortiere den Bericht nach Bruttomarge und schau dir zuerst die Produkte an, die viel verkaufen und wenig Marge haben.

Hast du Kosten erfasst, kannst du auch Sidekick fragen, etwa: „Zeig mir den Bruttogewinn nach Produktvariante für die letzten 90 Tage“. Gewinn nach Markt gruppiert beantwortet Sidekick laut Shopify nicht; dafür nimmst du den Bericht.

Schritt 3: Preise ändern, ohne Regeln zu brechen

Eine Preiserhöhung trägst du einfach als neuen Preis ein. Betrifft sie eine ganze Marke, weil ein Lieferant teurer wird, ändert unsere App Bulk Product Edit Preis und Vergleichspreis für eine gefilterte Auswahl nach einer Vorschau und setzt in den kostenpflichtigen Tarifen einen geplanten Sale nach Ablauf zurück; die Oberfläche ist englisch. Bei Preissenkungen und Preisangaben gibt es mehr zu beachten.

Preiseditor in Bulk Product Edit: Preise minus 20 %, gerundet auf ,99, Vergleichspreis gleich dem alten Preis

Streichpreise. Kündigst du gegenüber Verbraucher:innen im EWR eine Preissenkung an, musst du laut Shopifys Seite zur Preisangabenrichtlinie den niedrigsten Preis angeben, den du in den letzten 30 Tagen oder länger verlangt hast. Frühere Aktionspreise in diesem Zeitraum zählen mit, und nationales Recht kann einen längeren Zeitraum vorschreiben. In Shopify trägst du ihn so ein: Produkte > Produkt > im Abschnitt Preis auf Vergleichen mit klicken, den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage in Vergleichspreis und den neuen Preis in Preis eintragen. Der Vergleichspreis muss höher sein als der Preis.

Ein Beispiel: Ein Produkt kostet regulär 39,90 €, war vor zwei Wochen für 34,90 € in einer Aktion und soll jetzt reduziert werden. Der Vergleichspreis ist dann 34,90 €, nicht 39,90 €.

Grundpreis. In manchen Regionen ist der Preis pro Einheit Pflicht; Shopify sagt, dass du selbst prüfen musst, ob das für dich gilt. Im Produkt klickst du im Abschnitt Preisgestaltung auf Grundpreis, trägst die Gesamtmenge ein, etwa 250 g, und wählst eine Basiseinheit wie 1 kg. Ein Kaffee für 8,99 € mit 250 g zeigt dann 35,96 €/kg. Ändert sich der Preis, rechnet Shopify den Grundpreis selbst neu.

Preisrundung. Verkaufst du in anderen Währungen, etwa in Schweizer Franken, entstehen nach der Umrechnung krumme Preise. Unter Märkte > Markt > Währung wählst du im Abschnitt Preisrundung die Option Auf den nächsten {value} aufrunden und klickst auf Fertig. Shopify rundet dann auf die übliche Endung der Währung; eigene Regeln sind nicht möglich, und die Funktion setzt Shopify Payments voraus.

Schritt 4: Wirkung messen

Ändere nicht alle Preise auf einmal. Nimm eine Gruppe von Produkten mit ähnlicher Nachfrage, ändere dort den Preis und lass die übrigen unverändert. Notiere das Datum und vergleiche nach einigen Wochen im Bericht Bruttogewinn nach Produkt Menge, Umsatz und Bruttogewinn mit dem Zeitraum davor. Achte auf Saisoneffekte: Ein Vergleich von Oktober mit Dezember sagt wenig.

Shopifys App Smart Pricing hat A/B-Preistests, aber laut Shopify nur für Shops mit Sitz in den USA, die an Kund:innen in den USA verkaufen, ab dem Grow-Tarif und im frühzeitigen Zugriff. Für einen deutschen Shop bleibt der Vorher-nachher-Vergleich. Wer zusätzlich sehen will, ob mehr Besucher abspringen, nimmt die Daten aus Google Analytics 4 in Shopify dazu.

Für Wettbewerbspreise verweist Shopify auf Apps, die die Preise der Konkurrenz beobachten. Prüf vor der Installation, ob eine solche App deine Kosten pro Artikel berücksichtigt; sonst kennt sie deine Untergrenze nicht. Mehr zu Preisen und Aktionen findest du im Bereich Preise und Verkauf.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Marge in Shopify? Trag für jede Variante die Kosten pro Artikel ein. Shopify berechnet dann in den Berichten der Kategorie Gewinnmarge die Bruttomarge als Nettoumsatz minus Kosten, geteilt durch den Nettoumsatz, und zeigt sie nach Produkt, Variante, Bestellung und Markt.

Warum fehlen ältere Bestellungen in den Gewinnberichten? Shopify zählt in den Gewinnberichten nur Produkte und Varianten, für die beim Verkauf schon Kosten pro Artikel hinterlegt waren. Trägst du die Kosten heute ein, siehst du die Marge ab jetzt; frühere Verkäufe bleiben ohne Gewinnwert.

Gibt es A/B-Preistests in Shopify für Deutschland? Shopifys Preisexperimente in der App Smart Pricing stehen nur Shops mit Sitz in den USA zur Verfügung, die an Kund:innen in den USA verkaufen. In Deutschland misst du die Wirkung mit einem Vorher-nachher-Vergleich in den Gewinnberichten.