Digitale Produkte auf Shopify verkaufen: App, Limits, Links

Digitale Produkte verkaufst du auf Shopify mit der kostenlosen App Digital Products von Shopify. Du hängst an ein Produkt eine Datei, etwa ein E-Book, eine Vorlage oder ein Video, oder einen Link zu einem unterstützten Dienst wie Notion, Kajabi oder Google Drive. Nach dem Kauf bekommen Kund:innen per E-Mail einen Link zum Download oder zum Inhalt;
Datei oder Link
Laut der Hilfeseite Digital Products (Stand 23. Oktober 2026) unterscheiden sich beide Wege so:
Eine Datei lädst du in deinen Shop hoch, und Kund:innen laden nach dem Kauf eine Kopie herunter. Das passt für PDFs, Musik, Grafiken, Schriften oder ein ZIP-Archiv mit mehreren Dateien.
Ein Link führt zu Inhalten, die bei einem anderen Dienst liegen. Hochgeladen wird nichts. Die App nimmt nur Links von unterstützten Anbietern an: Notion, Calendly, Acuity, Kajabi, Teachable, Thinkific, Google Drive und Google Docs, Sheets und Slides, Dropbox, Canva, YouTube, Vimeo und Figma. Damit verkaufst du zum Beispiel einen Online-Kurs bei Teachable, eine Canva-Vorlage oder einen Beratungstermin über Calendly.
Beides lässt sich in einem Produkt kombinieren, etwa ein Arbeitsbuch als PDF plus ein Link zum Video-Kurs. Weitere Anleitungen rund um Sortiment und Verkauf findest du unter Shop betreiben.
Ein digitales Produkt anlegen
- Installiere die App Digital Products aus dem Shopify App Store.
- Öffne die App, lege das Produkt an oder wähle ein bestehendes und füge eine Datei hinzu oder klicke auf Link hinzufügen.
- Setze Preis und Status des Produkts auf der Produktseite im Admin.
- Lege in den Fulfillment-Einstellungen der Variante die Zustellmethode und bei Bedarf ein Zugriffslimit fest.
- Gib eine Testbestellung auf und öffne den Link aus der E-Mail.
Zustellung und Zugriffslimit
Standardmäßig verschickt die App den Link automatisch nach der Zahlung, ohne Begrenzung der Zugriffe. Mit der Zustellmethode Manuell senden gibst du jede Bestellung selbst frei, zum Beispiel bei personalisierten Dateien. Dann erscheint der Link aber weder auf der Seite Vielen Dank noch auf der Bestellstatus-Seite, auch nach der Freigabe nicht.
Ein Zugriffslimit begrenzt, wie oft ein Link geöffnet oder heruntergeladen werden kann. Der Zähler gilt für jeden Link, den eine Person erhält. Alle Dateien einer Variante teilen sich einen Zähler, jeder hinzugefügte Link hat seinen eigenen. Sendest du die Download-E-Mail erneut, läuft der alte Zähler weiter; eine Update-E-Mail oder ein geteilter Link startet einen neuen. Das Öffnen der E-Mail zählt nicht, nur der Klick auf den Button.
Grenzen der App
| Punkt | Grenze |
|---|---|
| Dateien pro Variante | bis 50, zusammen bis 5 GB |
| Datei über die Produktseite im Admin hochgeladen | bis 500 MB pro Datei |
| Ordner | nicht möglich, ZIP-Archive schon |
| Bandbreite für Downloads | keine Grenze |
| Link-Anbieter | nur die unterstützten Dienste |
Große Uploads können laut Shopify lange dauern, weil viele Internetanbieter beim Hochladen weniger Geschwindigkeit bieten als beim Herunterladen.
Was nach dem Verkauf passieren kann
Du ersetzt eine Datei. Wer schon gekauft hat, behält seinen Link. Lädst du eine neue Datei mit demselben Dateinamen hoch, bekommen auch frühere Käufer:innen die neue Fassung. Für eine korrigierte Auflage eines E-Books ist das praktisch; für eine kostenpflichtige Version 2 eher nicht. Gib ihr dann einen neuen Dateinamen.
Ein Link führt ins Leere. Shopify überwacht das Ziel eines Links nicht. Wird der Kurs gelöscht, verschoben oder auf privat gestellt, bekommen Kund:innen trotzdem den Link und landen auf einer Fehlerseite; jeder Versuch zählt gegen das Zugriffslimit. Die Zugriffsrechte auf den Inhalt legst du in den Einstellungen des Anbieters fest.
Eine Bestellung enthält digitale und physische Produkte. Digitale Teile, die automatisch gesendet werden, gehen nach der Zahlung raus und gelten als ausgeführt; der Rest folgt deinen normalen Versandeinstellungen.
Widerrufsrecht und Steuern
Beim Widerrufsrecht und bei der Umsatzsteuer können für digitale Inhalte andere Regeln gelten als für Waren, die du verschickst; wann das Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten erlischt, regelt zum Beispiel § 356 Abs. 6 BGB. Lass deine Widerrufsbelehrung und deine Steuereinstellungen von einer Fachperson prüfen, bevor du startest. Wie du Rückgaben und Erstattungen in Shopify allgemein einrichtest, steht in unserem Beitrag zu Rückgaben und Erstattungen.
Häufige Fragen
Kann man auf Shopify digitale Produkte verkaufen? Shopify bietet dafür die kostenlose App Digital Products an. Sie liefert Dateien bis 5 GB pro Variante oder Links zu Diensten wie Notion, Kajabi und Google Drive automatisch nach der Zahlung aus.
Was passiert, wenn ich eine verkaufte Datei lösche? Kund:innen, die schon gekauft haben, können ihre Links laut Shopify weiter nutzen. Um den Zugriff einer Person zu beenden, öffnest du die Bestellung in der App Digital Products und deaktivierst den Download dort.