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Shopify CRM: was der Admin kann und wann ein Tool nötig ist

Updated , first published · 4 min read

Ein einfaches Shopify-CRM steckt schon im Admin: Kundenprofile mit Bestellhistorie, Chronik, Marketing-Einwilligung und dynamischen Segmenten. Ein externes CRM-Tool lohnt sich, wenn Menschen in deinem Team aktiv verkaufen, wenn du an Geschäftskund:innen mit langen Entscheidungswegen verkaufst oder wenn das E-Mail-Marketing mehr braucht, als Shopify Messaging kann. Klaviyo und HubSpot rechnen dabei nach völlig unterschiedlichen Größen ab.

Was Shopify als CRM schon kann

Shopify legt ein Kundenprofil automatisch an, sobald sich jemand für den Newsletter oder ein Kundenkonto anmeldet, bestellt oder einen Checkout abbricht. Du kannst Profile auch selbst unter Kund:innen > Kunde hinzufügen anlegen; weitere Anleitungen zur Kundenverwaltung und zum Shopalltag findest du unter Shop betreiben. Die Funktionen im Überblick, nach den Hilfeseiten Kunden verwalten und Kundensegmentierung (Stand 23. Oktober 2026):

Aufgabe Wo im Admin Grenze
Kontaktdaten, Bestellungen, Notizen Kundenprofil, Kundenübersicht und Chronik eine E-Mail-Adresse pro Profil
Einwilligung in Marketing-E-Mails Häkchen „Kunde hat dem Erhalt von Marketing-E-Mails zugestimmt“ gilt für Shopify; ein externes Tool braucht denselben Status
Kundengruppen nach Regeln Segment erstellen, z. B. Ort, Bestellanzahl, Ausgaben, prognostizierte Ausgabenstufe Segmente aktualisieren sich selbst, eine Vertriebspipeline gibt es nicht
Doppelte Profile Zusammenführen mit Einschränkungen, die die Hilfeseite auflistet
Daten weitergeben CSV-Export mit Spalten wie „Total Spent“ und „Total Orders“ Momentaufnahme, kein laufender Abgleich
Einzelne Nachricht E-Mail direkt aus dem Profil kein Zustellstatus für diese E-Mails

Mit Segmenten und Shopify Messaging erreichst du Gruppen wie „zwei Bestellungen oder mehr“ oder „seit sechs Monaten nicht gekauft“ ohne zusätzliches Tool. Wie du daraus Prämien und Stufen baust, steht in unserem Beitrag zum Treueprogramm.

Wann sich ein externes CRM lohnt

Verkauft jemand in deinem Team aktiv? Wer Angebote schreibt, Interessent:innen anruft und Termine nachhält, braucht Kontakte, die noch nichts gekauft haben, und eine Pipeline mit Phasen. Beides hat der Shopify-Admin nicht, denn ein Profil entsteht dort erst durch eine Anmeldung, einen Checkout oder deine Eingabe.

Verkaufst du an Firmen? Ein Großhändler, der vier Wochen über eine Erstbestellung entscheidet, mit drei Ansprechpartner:innen und einem Angebot in zwei Versionen, lässt sich in einem Kundenprofil schlecht abbilden.

Reicht dein E-Mail-Marketing nicht mehr? Verzweigte Abläufe nach Verhalten, Produktinteresse und Kanal beschreibt die Hilfe zu Shopify Messaging nicht. Dann passt eher ein Marketing-Tool mit Kundenprofilen als ein klassisches CRM. Den Vergleich Messaging gegen externe Anbieter findest du in E-Mail-Marketing mit Shopify.

Lautet die Antwort überall Nein, bleibst du beim Admin.

Klaviyo und HubSpot im Preisvergleich

Klaviyo: Email Marketing & SMS HubSpot (Data Sync)
Wofür Kundenprofile, Segmente, E-Mail und SMS für Online-Shops CRM; synchronisiert Kund:innen, Produkte und Bestellungen nach HubSpot
Preis wächst mit aktiven Profilen und Sendungen dem Tarif
Einstieg kostenlos bis 250 aktive Profile und 500 E-Mails Free, Starter 10 $ pro Monat
Nächste Stufe Email ab 20 $ pro Monat für 251–500 Kontakte, SMS ab 15 $ pro Monat Professional 1.450 $, Enterprise 4.700 $ pro Monat
Bewertung im App Store 4,7 (3.427 Rezensionen) 1,0 (8 Rezensionen)

Stand: die Seiten von Klaviyo und HubSpot im Shopify App Store am 31. Oktober 2026.

Rechenbeispiel: Ein Shop mit 400 aktiven Profilen liegt bei Klaviyo in der Stufe ab 20 $ pro Monat. Wächst die Liste, steigt der Preis mit; den Betrag über 500 Kontakten zeigt die App-Seite nicht, dafür brauchst du den Preisrechner auf der Website von Klaviyo. Bei HubSpot ändert sich der Preis nicht mit der Liste, sondern mit dem Tarif, und zwischen Starter und Professional liegen 1.440 $ im Monat. Lies vor der Installation die acht Rezensionen auf der HubSpot-Seite und prüfe auf der Website von HubSpot, welche Funktionen im Starter-Tarif stecken.

Daten und Einwilligung beim Abgleich

Die HubSpot-Seite nennt den Abgleich von Kund:innen, Produkten und Bestellungen. Ob der Status der Marketing-Einwilligung mitkommt, steht dort nicht. Frag den Anbieter, bevor du aus dem CRM die erste E-Mail verschickst: Wer in Shopify keine Marketing-E-Mails erlaubt hat, darf sie auch dann nicht bekommen, wenn seine Adresse jetzt in einem zweiten System liegt. Die rechtliche Bewertung für dein Land übernimmt deine Rechtsberatung.

Der erste Test

  1. Lege in Shopify ein Segment an, das du später im CRM nutzen willst, zum Beispiel Kund:innen mit mindestens zwei Bestellungen.
  2. Verbinde das Tool und gleiche zuerst nur eine Handvoll Testprofile ab.
  3. Vergleiche im CRM Bestellanzahl, Gesamtausgaben und Einwilligung mit dem Shopify-Profil.
  4. Erst wenn alles stimmt, gleichst du den ganzen Bestand ab.

Laut Listing fließen die Bestellungen von Shopify nach HubSpot; behandle Shopify deshalb als Quelle für Bestellungen.

Häufige Fragen

Hat Shopify ein eingebautes CRM? Shopify hat kein Modul mit dem Namen CRM. Die Kundenverwaltung mit Profilen, Chronik, Einwilligung und Segmenten übernimmt aber die Aufgaben eines einfachen CRM, und für einen Endkunden-Shop ohne Vertriebsteam kann das zusammen mit Shopify Messaging genügen.

Kann ich Kundendaten aus Shopify exportieren? Unter Kund:innen exportierst du die Liste als CSV mit Spalten wie „Accepts Email Marketing“, „Total Spent“ und „Total Orders“. Der Export ist eine Momentaufnahme; für einen laufenden Abgleich brauchst du eine Integration.

Klaviyo oder HubSpot für Shopify? Klaviyo ist auf E-Mail und SMS für Online-Shops ausgerichtet und rechnet nach aktiven Profilen. HubSpot ist ein Vertriebs-CRM mit Pipeline und rechnet nach Tarif; laut Listing synchronisiert es Kund:innen, Produkte und Bestellungen aus Shopify.